16. August 2017
Euro-Hoch: Aufwertung bringt Vorteile

  • Raiffeisen-Chefanalyst sieht mögliches Zeitfenster für CHF-Kreditnehmer
  • Bedingungen für CHF-Ausstieg deutlich besser als vor sechs Monaten

 

Entgegen allen Erwartungen erlebt der Euro im Jahr 2017 einen überraschenden Aufschwung. Aufgrund dieser Entwicklung könnte eine Rückkehr zur heimischen Währung für Fremdwährungskreditnehmer so manchen Vorteil bringen. Auch Importeure profitieren vom derzeitigen Euro-Hoch.

 

Währungsexperten kündigten im Vorjahr an, dass der Euro 2017 weiter an Wert verlieren werde. Gründe dafür: die bessere Bewältigung der Finanzkrise im amerikanischen Raum und die – von eben jener Finanzkrise verursachten – Probleme im Euroraum. Dadurch waren sowohl der US-Dollar als auch der Schweizer Franken im Vergleich zum Euro wesentlich stärker.

 

Überraschende Wendung

Während es vorerst so aussah, als würde sich die Abwärtstendenz des Euro weiter fortsetzen, trat nun das Gegenteil ein. Anders als erwartet, erlebt der Euro derzeit einen deutlichen Aufschwung. Dies liegt zum einen daran, dass US-Präsident Trump zwar viele Vorhaben zur Stärkung der amerikanischen Wirtschaft ankündigte, diese bis jetzt aber kaum oder gar nicht umgesetzt hat, wie Raiffeisen-Chefanalyst Mag. Peter Brezinschek erklärt. Zum anderen hatte auch die politische Unsicherheit Europas zu Beginn des Jahres Einfluss auf den Euro. Nachdem die europäische Politik nun aber an Stabilität gewonnen hat, konnte sich auch die Währung der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion erholen. Aufgrund der Stärkung des Euro ist laut Brezinschek zu erwarten, dass die Europäische Zentralbank früher als geplant ihre expansive Geldpolitik straffen könnte. Dies würde den Euroaufschwung zusätzlich weiter vorantreiben.

 

Euro-Hoch gegenüber dem US-Dollar deutlich erkennbar

Momentan ist ein Euro im Vergleich 1,17 USD und 1,14 CHF wert. Dies bringt sowohl günstigere Importpreise bei Rohstoffen und Energien für Tiroler Unternehmen mit sich als auch Preisvorteile für Privatpersonen. So sind Urlaube in den USA, in Großbritannien und der Schweiz momentan günstiger. Flugreisen sind deutlich billiger als im Vorjahr. Brezinschek prognostiziert, dass der Aufschwung des Euro im Verhältnis zum US-Dollar wohl noch weiter zunehmen könnte, jedoch vergleichsweise langsamer als in den letzten Monaten und möglicherweise mit kleineren Rückschlägen gegen Jahresende: „Ein Überschießen der 1,40-Marke innerhalb von zwei bis drei Jahren kann nicht ausgeschlossen werden, ist aber noch weit entfernt“, so der Raiffeisen-Chefanalyst.

 

Euro-Hoch gegenüber dem Schweizer Franken zeitlich begrenzt

Laut Brezinschek hält das Euro-Hoch gegenüber dem Schweizer Franken allerdings nicht auf Dauer an. Seiner Einschätzung nach wird die eidgenössische Währung im zweiten Halbjahr 2018 wieder an Stärke gewinnen. Wer jetzt noch einen Kredit in Schweizer Franken aushaftend hat, für den könnte das Erreichen eines Wechselkurses von 1,16 als mögliche Zielgröße definiert werden, um über eine Konvertierung nachzudenken.

 

CHF-Kreditnehmer sollten Zeitfenster nutzen

Die Bedingungen für einen Ausstieg aus dem Schweizer Franken sind aktuell deutlich besser als vor sechs Monaten. Dr. Johannes Ortner, Sprecher der Raiffeisen-Bankengruppe Tirol, rät, einen solchen Schritt auf alle Fälle individuell zu betrachten und zu bewerten: „Wir empfehlen unseren Kunden, das aktuelle Zeitfenster zu nützen und zumindest ein Beratungsgespräch mit Optionen-Analyse zu führen.“ Langfristig schlage das Pendel nämlich, wie Brezinschek abschließt, wieder in Richtung CHF-Stärke aus.

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